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Duxford 2006
mit einer Verspätung von fast
zwei Monaten werden nun endlich ein paar Eindrücke der Flying
Legends Airshow veröffentlicht.

Schauspieler posieren vor der
"Pink Lady"

Spanische 109 bekannt aus dem
Film die Luftschlacht um Englang

Mustangs!

Zum ersten mal dabei:
Französische Dewotine

US Navy Piloten vor einer
Hellcat

Dieses Jahr nicht in der Luft
aber dafür voll Aufmunitioniert "P39"

Ein seltener Gast aus Frankfurt
am Main!

Die "Sally B"
fotografiert aus dem Rumpf einer Catalyna

"SPITFIRE!" Rolls
Royce Griffon

und der berühmte Rolls Royce
Merlin

Spitfire Vb

Spitfire IX

Spitfire XVIII


Die 109 "Hispano" in
Aktion


lang erseht die Lancaster des
Battle of Britain Memorial flight

BobMf in Formation

"BoBMf Spitfire"
dieses Jahr in Wüstentarnanstrich

"BobMf Hurricane"

Mustangs beim Start

"Pink Lady" startet
die Motoren

"Sally B" mit Smoke
on über Duxford

"the Eagle" ein Pub
mitten in Cambridge, welches RAF Piloten während der Luftschlacht
um England nach Feierabend aufsuchten

der Tag danach: die P47 gibt
eine Sondervorstellung!
SONDERMELDUNG!
Nach ein ein halb Jahren ist der
Einsatzbericht vom Midway Event nun endlich auch für die
Öffentlichkeit einsehbar! Vielen Dank an Splindy für dieses
literarische Manifest! Viel Spass beim Lesen!
Einsatzbericht vom 14.11.2004
Die Sonne steht schon tief und hat den Himmel
mit den schönsten Farbtönen aus gelb, orange und rot getränkt.
Die See ist spiegelglatt und zieht sich endlos in alle
Himmelsrichtungen, ohne dass die Wasseroberfläche auch nur von
einem winzigen Strudel gestört würde.
Eine einsame Möwe treibt dahin, den Kopf mal
hierhin, mal dorthin reckend, so, als ob sie auf etwas warten würde.
Gerade will die goldene Kugel der Sonne das
Meer am Horizont berühren, da erklingt ein leises Brummen von
Westen her. Der Vogel wirft einen Blick westwärts, ohne in seinen
Schwimmbewegungen schneller zu werden. Dennoch hält er seinen
Kopf in die Richtung und dann wird das Weiße der Gischt eines
sich schnell bewegenden Wasserfahrzeuges erkennbar. Es kommt fast
genau aus Richtung der abtauchenden Sonne, leicht nach Süden
versetzt.
Als ob sie sich das Geschehen nicht entgehen
lassen wollte, scheint es, als verharre die Sonne noch einen
Augenblick, bevor sie endgültig hinter dem Horizont verschwinden
wird.
Die Schwimmbewegungen der Möwe sind doch
etwas unruhiger geworden, aber ihr Blick gilt nicht dem
unbekannten Fahrzeug sondern vielmehr einem unsichtbaren Etwas
unterhalb der Wasseroberfläche. Schließlich wird es ihr zu bunt
und sie steigt mit heftigen Flügelschlägen auf. Als sie gerade
drei Meter Höhe erreicht hat, schießt ein grauer Körper mit
weit aufgerissenem Maul genau an der Stelle aus dem Wasser, wo
gerade noch die Möwe geschwommen ist. Mit einem lauten Klacken
schnappt das Maul des Raubfisches wieder zu und mit einem heftigen
Platscher verschwindet er wieder in den Tiefen des Pazifiks. Die Möwe
indes hält sich mit schnellen Flügelschlägen in der Luft und
ihr Schreien, das sie dem Hai hinterher schickt, klingt wie höhnisches
Lachen. Und während sie sich noch in ihrem Triumph suhlt, trifft
sie die Toplampe des Funkmastes in voller Fahrt. Das
Wasserfahrzeug, welches sich als Schnellboot herausstellt, war
inzwischen mit einer Geschwindigkeit von 35 Knoten herangebraust
und hatte seine Fahrt nicht wegen einer einsamen Möwe abgebremst.
Wie von einer Schrotladung getroffen schlägt
sie auf der Back auf und landet schlitternd vor den Füßen eines
leicht nach vorn gebeugten Mannes, der sich mit beiden Händen an
einem gespannten Tampen festhält. Ängstlich starrt sie nach oben
und blickt in ein breites grün weißes Gesicht. Immer noch leicht
benommen rappelt sie sich hoch und beginnt mit den Flügeln zu
schlagen. Gerade will sie los fliegen, da trifft sie der gelblich
grüne Strahl von Erbrochenem aus dem weit geöffneten Mund des
Mannes über ihr. Das gibt ihr den Rest. Mit zu gekniffenen Augen
rudert sie noch ein wenig mit den Flügeln, dann liegt sie einfach
nur ruhig da, ihrem Schicksal ergeben.
Doch nichts weiter geschieht. Der Mann
richtet sich wieder auf und versucht sich an dem Tampen entlang
Richtung Brücke zu ziehen.
„Ich hätte es begrüßt, wenn Sie Ihren
Mittagsschmaus direkt der See übergeben hätten, ohne vorher
damit mein Oberdeck zu dekorieren, General!“ Die leicht genervte
Stimme stammt von dem jungen Lieutenant auf der Brücke. „Soll
ich Ihre Männer aus dem Achterdeck rufen?“
„Ach, halt doch dein Maul, du verdammter
Yankee! Glaub nicht, der Name Kennedy wird dir etwas nützen, wenn
ich mich beschweren werde! Ich bin immer noch General! Also
benehmen Sie sich entsprechend, Lieutenant!“
Ein schiefes Grinsen ist die Antwort des
Kommandanten von „PT109“. „Wissen Sie, General Hinterhov,
auf Torpedobooten gelten andere Gesetze als bei der übrigen
Marine. Also verschwenden Sie nicht Ihre Zeit mit sinnlosen Beschw...“
„Alaaarm!“ Der Ausguck reckt den
ausgestreckten Arm nach Achtern, ohne das Fernglas abzusetzen.
„Rufes! Recht Achteraus. Höhe 800! Fliegen direkt auf uns
zu!“
Sofort schwingen die beiden Zwillingsflak
nach Achtern und da kommen die Jäger auch schon herangebraust.
Lichtblitze an den Flügeln verkünden den nahenden Feuerzauber,
doch die Garben liegen schlecht. Steuerbord und backbord steigen
kleine Wasserfontänen auf, das Boot bleibt unversehrt.
Aber auch die Flak trifft nicht, obwohl die
beiden Männer alles raus feuern, was die Kanonen hergeben. Doch
beim dritten Überflug geht dann die erste Garbe der Rufes quer über
das Deck, zerfetzt aber im Wesentlichen nur einen edlen
Lederkoffer mit den goldenen Initialen „GWH“. Hinterhov reißt
die Augen auf und packt den neben ihm stehenden Volligdov. „Hol
ihn her! Sofort!“ Volligdov macht einen vorsichtigen Schritt auf
den zerfledderten Koffer zu, immer wieder den Blick gen Himmel
richtend. Da packt ihn Hinterhov wieder unsanft von hinten und brüllt
in das Inferno von Flak und Kugeleinschlägen: „Nicht den
Koffer, du Idiot! Hol IHN!“ Dabei macht er eine vielsagende
Kopfbewegung Richtung Rufes. „Ach so! Den meint Ihr!“
Sekunden später, die Hinterhov wie eine
Ewigkeit vorkommen, steht ein Mann in schmuddeliger Uniform und
verdrehten feuchten Augen vor dem General.
„Ich hoffe, Sie wissen, wozu Sie hier sind!
Machen Sie dem Zauber ein Ende!“ bellt Hinterhov dem
schwankenden Mann ins Gesicht.
„Jawohl, Genosse Hntrvow!“ stammelt der
offensichtlich fern jeder Nüchternheit lallende Mann. Dann bewegt
er sich auf die schwere Pak zu, die Kennedy vor einiger Zeit aufs
Achterdeck hatte montieren lassen. Mit erstaunlich sicheren
Bewegungen, die gar nicht zu seinem sonstigen Aggregatzustand
passen wollen, lädt er einen Schuss in das für ein Boot ungewöhnliche
Geschütz.
„Heh! Bist du völlig bescheuert, oder
was?“ Der amerikanische Artilleriemaat will sich gerade auf den
Russen stürzen, da hält ihn ein kräftiger Griff zurück. Es ist
Hinterhov. „Lassen Sie ihn. Er weiß, was er tut!“
„Schwachsinn! Das ist kein Flakgeschütz,
das ist ne Pak!“
„Vertrauen Sie mir. Sprengstov ist zwar der
Dümmste aber leider auch der Beste!“
Doch im nächsten Augenblick müssen sie sich
in Deckung werfen, da eine der beiden Rufes wieder das Feuer eröffnet
hat und auf das Boot zustürzt. Sprengstov hockt sich völlig
unbeeindruckt hinter das Geschütz und richtet das Rohr auf die
Rufe. Mit der linken Hand greift er seelenruhig in seine
Jackentasche, holt sie wieder hervor und wirft ein Häufchen Staub
in die Luft, das wegen des Fahrtwindes aber sofort achteraus
verschwindet. Dann korrigiert er noch kurz das Rohr und feuert.
„Wirft Bomben ab!“ schreit ein Matrose
und wirft sich hinter die nächsten Aufbauten.
„Mist! Zu tief.“ knurrt indes Sprengstov
und zieht den Kopf ein, als einer der Schwimmer, den er von der
Rufe abgeschossen hat und von dem Seemann für eine Bombe gehalten
wurde, knapp über seinem Kopf hinweg surrt und kurz darauf im
Meer versinkt. Der Hauptschwimmer trifft den am Boden liegenden
Hinterhov auf seinem nach oben gereckten Allerwertesten, während
der dritte Schwimmer den Mast streift und die Toplampe mit sich
ins Meer reißt. Für einen Moment scheint es, als könne man in
den Augen der immer noch an Oberdeck liegenden Möwe so etwas wie
ein hämisches Grinsen erkennen.
Dann ist der Tanz vorbei. Die beiden
Flugzeuge drehen ab, als wären Sie beleidigt und verschwinden
Richtung inzwischen untergegangener Sonne. Wie die eine Maschine
ohne Schwimmer landen will, bleibt das Geheimnis des Piloten.
„Ist jemand verletzt?“ Es ist Kennedy,
der Kommandant, der als erster die Sprache wieder findet.
Doch niemand meldet sich. Da ertönt ein
leises Wimmern aus dem Schott, das in die Messe unter Deck führt.
„Olga!“ entfährt es Hinterhov und stürmt
sofort unter Deck. Unten angekommen findet er Olga auf dem Boden
sitzend vor, um sich herum liegt ihr Kochgeschirr oder besser das,
was davon übrig ist, auf dem Boden verstreut. Als sie Hinterhov
erblickt, verfinstert sich sofort ihre Miene. „Blödä Idee, das
mit bekochä von
bescheuertä Ätmirellnimzitschki. Alläs kaputtä!“
„Er heißt Nimitz, Olga, und er ist
Admiral. Auf dem Träger wird es sicher genug Kessel und Töpfe
geben, damit du ihm einen original „Borschtsch“
zubereiten kannst. Sei froh, dass du nicht wie die anderen
im U-Boot herkommen musst.“

Doch Olga winkt beleidigt ab, steht ächzend
auf und tut, was sie perfekt beherrscht: Sie räumt das Boot auf.
Da in dieser Zeit niemand seine Unterkunft betreten darf, auch der
Kommandant und Hinterhov nicht, konzentriert man sich auf die
Aufgabe, das Boot so schnell wie möglich zum Trägerverband zu
bringen.
Während das Boot mit AK (=Alle Kraft) den
Pazifik durchschneidet, müssen sich die Männer auf der winzigen
Brücke festhalten, um nicht vom Fahrtwind aufs Achterdeck
geschleudert zu werden. Olga hat alle Mühe, bei dem ständigen
auf und niederschlagen des Bootes, die gerade hergestellte Ordnung
aufrecht zu erhalten. Mit nach beiden Seiten ausgestreckten Armen
hält sie sich an dem fest, was sie die Finger bekommt. Aus dem
Augenwinkel bemerkt sie etwas kleines Weißes am Bullauge vorbei
huschen, aber sie ist viel zu sehr mit Festkrallen beschäftigt,
als dass sie sich auch noch darum weiter kümmern kann.
Draußen schlägt die immer noch mit
Erbrochenem verschmierte Möwe mit einem dumpfen Schlag gegen die
untere Halterung des achteren Torpedorohres und bleibt dort
bewusstlos liegen. Sie hatte sich vorne nicht mehr halten können
und war vom Fahrtwind an Olgas Bullauge vorbei nach Achtern
geschleudert worden.
Endlose Meilen entfernt durchpflügt ein
riesiger waffenstarrender Stahlkoloß den Pazifik. Es ist die ‚Yamato‘.
Sie wird begleitet von unzähligen Begleitschiffen, die in
unregelmäßigen Abständen Blinksignale austauschen. Neben dem
Schlachtschiff fährt ein Zerstörer unter Volldampf sichtlich bemüht,
auf gleicher Höhe zu bleiben.
Auf dem Achterdeck hat sich ein Teil der
Mannschaft in Reih und Glied aufgestellt. Als die letzten Töne
eines ebenfalls anwesenden Musikcorps verklungen sind, erhebt
Admiral Yamamoto die Stimme in Richtung einer in Reihe stehenden
Schar junger überhaupt nicht japanisch aussehender Männer: „Ano
%&/$% §(„§%& i deska &%/$%& &) (&/$%§/&%
%&$%§/(„($%....“ Er unterbricht kurz, da ihm ein junger
Ordonanzoffizier mit vorgehaltener Hand etwas zuflüstert. Dann,
nach einem kurzen brummenden Räuspern, fährt er fort: „Edle
Krieger aus dem fernen Land unseres großen Verbündeten mit dem
winzigen Schnäuzer! Es ist mir eine Ehre, Ihnen die besten Grüße
unseres heiligen Kaisers zu übermitteln und Ihnen viel Glück für
Ihre besondere Aufgabe zu wünschen, die sie die Ehre haben, erfüllen
zu dürfen...“
Einer der Deutschen zischt zwischen den Zähnen
zu seinem Nachbarn: „Klar, die Kohlen aus dem Feuer holen mit
Himmelfahrtsgarantie. Tolle Ehre!“ „Schnauze, Kimura!“
entgegnet der Angesprochene ebenfalls zischend. Yamamoto fährt
fort, immer wieder die Worte „Ehre“, „Aufgabe“ und
„Gemeinsame Sache“ einflechtend. Schließlich endet er und
beginnt, die Reihe der Deutschen abzuschreiten, um sich vor jedem
zu verneigen und ihm zu danken. Bei einem mit schwarzer Augenbinde
verharrt er und sagt: „Ich hoffe doch sehr, dass sich Euer
Augenleiden bis zum Einsatz bessern wird?“
„Augenleiden?“ Der angesprochene wirft
seinen Kameraden rechts und links fragende Blicke zu.
„Ich hab doch gesagt, du sollst die
bescheuerte Maske nicht anziehen, Zorro!“ raunt Kimura ihn an.
Doch Yamamoto ist längst weitergegangen.
Achtzig Seemeilen weiter östlich ziehen die
Yorktown, die Enterprise und die Hornet mit ihren Begleitschiffen
weiße Schaumstreifen durch den ruhigen Pazifik. Nur eine leichte
Dünung läßt die Schiffe sich wie im Wind wiegen. An Bord der
Yorktown stehen zwei Männer in Admiralsuniform auf der Backbord
Außenbrücke und fixieren mit ihren Ferngläsern einen Punkt
querab in 300 Meter Entfernung. Zunächst ist nichts zu erkennen,
dann bildet sich eine kleine Schaumkrone und dann plötzlich stößt
ein wal-ähnliches Gebilde an die Oberfläche: Ein U-Boot!
Kurz darauf kann man Bewegungen auf der Brücke
des U-Bootes erkennen, ein Schott öffnet sich und ein Mann stürmt
aus dem Loch an Deck, rennt an die Reling und entläßt seinen
Mageninhalt in den Pazifik. Es dauert nur wenige Augenblicke und
etwa ein knappes Dutzend Männer folgt ihm aus dem Schott und tut
es ihm gleich.
„Erkennen Sie einen der Männer,
Admiral?“ wendet sich der Jüngere an den Älteren.
„Ist zwar eins meiner alten Boote, aber die
Visagen kenne ich nicht.“
Dann erscheinen Blinksignale auf dem U-Boot.
„U-Boot gibt Signal, Sir!“ meldet der
Signalgast neben Admiral Nimitz.
„Das sehe ich, Matrose. Haben sie auch
einen Text erkannt oder war es nur ein Wackelkontakt an der
Signallampe?“
„Oh, äh, ja Sir........sie fragen, ob
wir...ob...“
„Was ist? Stottert der Signalgast auf dem
Boot?“
Es ist Admiral Fletcher, der sich leicht
genervt zu Wort meldet.
„Verzeihen Sie, Sir, aber...“
„Jetzt reden Sie schon, Mann!“
„Sie...sie wollen wissen, ob wir einem
gewissen General Gamblestrongcuster eine Barkasse rüber schicken
können.........Sir.“
„General wie? Ich denke, dieser Hinterhov
kommt mit dem Torpedoboot? Von einem zweiten General stand in dem
Fernschreiben nichts.“ Nimitz wirft Fletcher einen fragenden
Blick zu, doch der hebt mit ahnungslosem Blick die Arme. „Wie
auch immer, lassen Sie die Barkasse fertig machen.“
Zehn Minuten später steht eine Abordnung
unter Admiral Nimitz am Backbord Fallreep, um die Ankömmlinge zu
begrüßen. Als Gamble, Bibi, Needle, ich und die anderen das
Oberdeck der Yorktown betreten, ertönt der schrille Pfiff der
Bootsmannsmaatenpfeife über das Flugdeck. Gamble und Bibi zucken
entsetzt zur Seite und Needle kann Bibi gerade noch daran hindern,
dem Bootsmann eins mit dem Spaten über zu ziehen.
„Willkommen an Bord, Gentlemen. Wer von
Ihnen ist General Gamblestrongcuster?“ Nimitz schaut fragend in
die Runde.
„SIR, ICH, SIR!“ brüllt Gamble
salutierend, die Brust stolz vor reckend und die Hand an der Schläfe.
Während wir peinlich berührt den Blick nach
unten richten, wendet sich Nimitz an Gamble:
„Soso, und wieso tragen Sie nur die
Schulterklappen eines ‚Kapitan‘ ?“
Verlegen grinsend antwortet Gamble: „Weil
General Gamblestrongcuster nur so eine Art Spitzname ist, Sir. Die
Jungs...“
Doch Nimitz schneidet ihm das Wort ab:
„Genug jetzt. Normalerweise bekommt nur ein General, ich meine
ein richtiger General, eine ‚Seite gepfiffen‘ und ich könnte
Sie dafür melden. Aber der Fußmarsch von der Brücke hat uns
allen gut getan und mir gefällt ihr Säbel.“ Er weist mit der
Hand auf Gambles Kavalleriesäbel. „Admiral,“ fährt er zu
Fletcher gewandt fort, „lassen Sie die Herren in ihre Decks
bringen. Sie sollen sich frisch machen. Ich erwarte sie zu einer
Tasse Tee in der Messe, sobald dieser Hinterhov eingetroffen
ist.“ Er wirft noch einen Blick auf die „Essensreste“ auf
unseren Uniformen, hebt die Hand kurz an die Schläfe, murmelt
noch ein „Gentlemen.“ und verschwindet. Nachdem Fletcher uns
eine Ordonanz zugewiesen hat, macht auch er sich zügig davon.
Während wir hinter der Ordonanz her dackeln,
höre ich wie Needle vor sich hin murmelt: „General
Gamblestrongcuster. Super Idee...“ Kurze Zeit später stehen wir
unter der Dusche.
Nach zwei Stunden sind wir wieder an dem
Fallreep. Das Torpedoboot ist mit Hinterhov eingetroffen und wir
bilden das Begrüßungskomitee mit Nimitz, Fletcher und dem
Bootsmann.
Da taucht Hinterhovs großer Kopf auf und
dicht hinter ihm Olga. Ich kann’s kaum fassen, aber sie hat ihre
„bis-zum Bauchnabel-aufgeknöpft-Bluse“ an. Beide betreten das
Deck gleichzeitig und der Bootsmann lässt seine Pfeife schrillen.
Der Pfiff bricht abrupt ab und die Pfeife schlittert übers Deck.
„Du blödä Flegäl nix pfeifä anständige
Dame hinterher, verstandä?“
Hinterhov wird knallrot und reißt Olga unsanft mit sich
und salutiert vor Nimitz und Fletcher. „Bitte an Bord kommen zu
dürfen, Sir. Verzeihen Sie Olga. Es ist ihr erster Besuch auf
einem Marineschiff.“
„Erlaubnis erteilt, General. Und machen Sie
sich keine Gedanken. Ein wenig kurzweilige Unterhaltung tut uns
allen gut.“ Damit dreht er sich zur Seite und wirft einen
strengen Blick in die Aufbauten, wo sich die dienstfreien
Besatzungsmitglieder des Trägers versammelt haben und beinahe
aufs Deck purzeln, weil sie sich vor Lachen krümmen. Sofort
nehmen die Männer mit verkniffenem Gesichtsausdruck wieder so
etwas wie Haltung an.
„Und Sie müssen die bezaubernde Olga sein.
Willkommen an Bord. Ich freue mich schon auf Ihre russischen
Spezialitäten.“ Olga errötet und senkt ihren Blick.
„Jedenfalls sind wir alle froh, mal was anderes als die Hühnchen
Gummibrötchen von Colonel Sanders zu essen.“ Damit weist er auf
einen rundlichen Mann mit Kochmütze neben sich. „Zeigen Sie ihr
doch mal ihr Reich, Colonel.“
„Mit dem größten Vergnügen, Admiral.“
Sanders schenkt Nimitz noch einen säuerlichen Blick und
Olga dann sein schönstes Lächeln, wobei sein Blick ständig
zwischen Knopf 8 und dem dazu gehörigen Knopfloch auf Olgas Bluse
hin und her schwingt. Doch Olga dreht ihn beherzt herum und
schiebt ihn zum nächsten Schott. „Auf, auf, Seemann. Du jetzt
lernä wie man macht Borschtsch ohne guckä auf fremdä
Holzvorhüttä!“
Sagt’s und schiebt ihn mit einem verschmitzten Lächeln in
unsere Richtung durch das Schott.
Während Hinterhov, Bibi und Gamble mit den
beiden Admirals verschwinden, steht plötzlich ein Major vor uns.
„Darf ich mich vorstellen? Mein Name ist Major Doolittle. Ich
werde mich in den nächsten Stunden um sie kümmern. Ich hoffe,
sie genießen den Besuch bei der US Navy.“
„Doolittle? DER Doolittle?“ hör ich
Volligdov fragen.
„Nun, äh, ja, der bin ich.“ antwortet
der Major und so etwas wie Stolz klingt in seiner Stimme mit, weil
sein berühmter Doolittle Raid nach Tokio offensichtlich auch in
Moskau bekannt zu sein scheint.
„Und was macht ein Tierarzt in der Navy?
Noch dazu einer, der vorgibt, mit den Tieren sprechen zu können?“
Doolittle wechselt die Gesichtsfarbe.
„Nicht Doktor Doolittle! Major James Doolittle! Ich bin der, der
mit 2-Mot Bombern von einem Träger gestartet ist und Tokio
bombardiert hat!“
„Tokio? Was ist das? Ne Kleintierfarm?“
„Sagen Sie mal, sind Sie eigentlich völlig
doof, oder was?“
„Ja, der bin ich. Woher wissen Sie?“ Ich
schnappe mir Volligdov und schiebe ihn unter Deck, bevor Doolittle
ihn noch umbringt.
„Kommen Sie, ich zeige Ihnen Ihre Unterkünfte...“
Er unterbricht seinen Satz und sein Blick schweift Richtung
Himmel. Eine Catalina nähert sich von Westen und setzt neben dem
Träger auf. In einer der Glaskuppeln an der Seite des
Wasserflugzeuges erkenne ich ein bekanntes Gesicht.
„Mixi! He Jungs, da ist Mix11!“ Es ist
Gamble, der von der Brücke aus nach unten winkt. Er reißt
Fletcher vor Freude am Ärmel. „Haben Sie das gesehen? Das ist
Mix11!“ Fletcher entfernt ruhig aber bestimmt Gambles Hände von
seinem Ärmel. „Ja, ja. Schon gut. Und wer zum Teufel ist
Mix11?“
„Na, Mix11 eben. Kein Doolittle, aber
Mix11. Wissen Sie, manchmal muss man ihn schon bremsen. So wie
vorgestern. Da wollte er seine Tochter und ihre Freundin mit
hierher bringen. Hab ich ihm natürlich ausgeredet, ist doch klar.
Kinder auf einem Flugzeugträger. So ein Wahnsinn. Aber Dank
meiner berühmten Führungsqualitäten konnte ich ihn überzeugen,
die Kinder dort zu lassen. Deshalb kommt er auch etwas später,
weil er noch eine Unterbringung in einem Kloster für die Kinder
organisieren mu...“
Nimitz unterbricht ihn und weist mit dem
Zeigefinger nach unten, wo Mix11 gerade das Deck der Yorktown
betritt: „Und wer ist das da?“
Gamble scheint aufgehört haben zu atmen. Mit
vor Schreck geweiteten Augen glotzt er nach unten, wo Mix11 steht,
an jeder Hand ein kleines Mädchen links und rechts neben sich.
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Weit entfernt hat sich alles, bis auf die
Wachschicht, in die klitzekleinen japanischen Kojen begeben. Während
die Fremden mit angewinkelten Beinen schlafen müssen, liegen die
Japaner lang gestreckt auf ihren Kojen. Doch nicht nur die Wache
ist noch auf den Beinen. In der Pilotenmesse herrscht eifriges
Treiben. Die Japaner schnippeln an weißen Stoffstreifen herum und
vereinzelt kann man auch einen mit roter Farbe getränkten Pinsel
erkennen. Doch was da gebastelt wird ist nicht zu erkennen. Nüchtern
ist niemand von ihnen, schließlich sind alle Anwesenden zuvor von
Zorro unter den Tisch getrunken worden und es hat den Anschein,
als ob alle eine Art Bußarbeit verrichten würden. Doch dann
herrscht irgendwann doch Stille im Schiff.
Was keiner von ihnen ahnt: Es wird eine kurze
Nacht werden.
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Derweil sitzen wir etwas später in der
Offiziersmesse an der Back, jeder einen Teller dampfenden
Borschtsch vor sich. Am Kopfende sitzt Nimitz. Sein Blick ist
starr und vor allem angewidert auf das Essen gerichtet. „Was ist
das?“ fragt er in die Runde. Olga, die direkt seitlich rechts
vor ihm sitzt, beugt sich zu ihm hinüber und haucht, während
Knopf 9 ihrer Bluse platschend in Fletchers Teller landet: „Das
sein Borschtsch, Briderchen Nimitzschki, du müssä kostä!“
Nimitz, der fürchtet, Olgas sich auflösende
Bluse könnte die Moral der Offiziere endgültig über Bord
werfen, grinst verlegen und nimmt mutig einen ganzen Löffel voll
in den Mund. Augenblicklich erhellt sich seine Mine. „Köstlich,
meine Herren! Ganz ausgezeichnet! Da soll einer sagen, braune Brühe
sei etwas Furchtbares.“ Olga, die die kleine Spitze nicht
verstanden hat, schlägt mit ihrer flachen Hand auf Nimitz´ Rücken
und tönt: „Was ich sagä?“
Jetzt nehmen auch die anderen Amerikaner all
ihren Mut zusammen und führen ihre Löffel an den Mund. Zwanzig
Minuten später sind alle Kessel leer. Colonel Sanders bringt uns
noch ein paar seiner berüchtigten Hühnchen Gummibrötchen und
dann sind auch wir endlich gesättigt.
„Das Rezept müssen Sie mir geben!“ entfährt
es Bibi, der von den Gummibrötchen nicht genug kriegen kann
„Damit mache ich eine Restaurantkette in Moskau auf.
‚Moskaus
frittierte Hühnchen‘ werde ich sie nennen.“ Col.
Sanders schaut erst etwas verblüfft, dann hellt sich seine Miene
geheimnisvoll auf, murmelt noch „Unverkäuflich!“ und
verschwindet in der Kombüse.
Bibi schaut mich fragend an: „Was hat er
denn? Wer hat denn gesagt, dass ich das Rezept kaufen will?“
„Ich glaub, du hast ihn auf eine Idee
gebracht, Bibi.“ meldet sich Needle.
„Na gut, Jungs, ich hau mich in meine Koje.
War ein anstrengender Tag. Morgen früh beginnt unsere
Besichtigungstour und vielleicht dürfen wir uns sogar in eine der
Maschinen reinsetzen.“ Gamble winkt noch kurz und ist dann durch
die Tür verschwunden.
Es ist kurz nach zwei Uhr, als Trantor
unsanft in seiner Koje wach gerüttelt wird. Ein gelbes Gesicht überschüttet
ihn lautstark mit japanischem Kauderwelsch, doch Trantor versucht
nicht, irgendwas zu verstehen, sondern folgt dem kleinen Japaner
widerspruchslos. Auf dem Gang stolpern sie fast über die anderen
Deutschen, die offensichtlich nicht weniger sanft aus dem Schlaf
gerissen wurden. Auf dem Weg an Deck drückt man ihnen Bündel in
die Hände, die offensichtlich Fliegerkombis enthalten.
Kurze Zeit später finden sie sich in einem
Wasserflugzeug wieder, und noch einmal zwei Stunden später
wassert das Flugzeug neben einem japanischen Flugzeugträger.
„Mein Gott, die Akagi!“ entfährt es Zorro. „Da sollten wir
doch erst Morgen hin!?“ Während eine Barkasse sie zu dem Träger
bringt, hören sie schon den Motorenlärm warm laufender
Flugzeuge.
Kaum an Deck angekommen, verschlägt es ihnen
die Sprache. In zwei langen Reihen stehen dort die japanischen
Piloten in Hab Acht Stellung vor ihren Flugzeugen, jeder von ihnen
mit einer weißen Binde mit rotem Punkt vor die Augen gebunden.
„Gambatte Zorro gambatte!“ gellt es aus ihren Kehlen, als sie
die Deutschen und vor allem Zorro erblicken.
„Du ziehst sofort deine dämliche Maske
aus!“ raunt Trantor den grinsenden Zorro an.
Derweil kreischt ein wütender japanischer
Offizier die Piloten in der Reihe an und zerrt dem am nächsten
stehenden Japaner die Binde etwas höher auf die Stirn. Die
anderen tun ihm schnell gleich.
Dann wendet sich Admiral Nagumo an die
Deutschen: „Meine tapferen Männer haben es sich nicht ausreden
lassen, auch eine Binde wie ihr berühmter Zorro San zu tragen.“
Und mit einem säuerlichen Blick auf seine Piloten ergänzt er:
„Allerdings müssen wir sie wohl erst zu einer praktischeren
Trageweise überreden. Ich habe das Gefühl, hier ist eine neue
Tradition geboren.“ Doch dann lächelt er schon wieder. „Ich möchte
Sie einladen, an diesem glorreichen Angriff teilhaben zu lassen
und stelle Ihnen einige unserer modernsten Trägerflugzeuge zur
Verfügung. Was sagen Sie dazu, Trantor San?“
Trantor und die anderen sind völlig baff.
„Sollten wir nicht erst morgen einen geheimen Angriff fliegen,
Herr Admiral?“
„Der ist abgeblasen. Bitte erweisen Sie uns
die Ehre, unseren Trägerverband zu schützen, während unser
Angriff auf Midway stattfindet.“
Mit einer tiefen Verbeugung antwortet Trantor
nur: „Hai, Admiral Nagumo, darf ich mir trotzdem die Kühnheit
erlauben, um die Zuweisung zu einem Bomber zu bitten?“
Nagumo reißt verdutzt die Augen auf
angesichts so viel Dreistigkeit. Aber dann nickt er kurz und macht
sich davon Richtung Operationszentrale.
Zwei Stunden später, um kurz nach sechs Uhr,
donnert der japanische Bomberverband Richtung Midway, während
Zeros über dem japanischen Trägerverband kreisen.
Stunden später schwebt weit entfernt die dem
geneigten Leser bereits bekannte Möwe über dem tiefblaugrünen
Pazifik an der Backbordseite der Yorktown. Ihr Federkleid zeigt
noch Spuren des gestrigen Tages in Form von Flecken, die das
Erbrochene bei ihr hinterlassen hatte. Sie hatte Stunden damit
verbracht, das Schlimmste zu beseitigen, so dass sie jetzt endlich
wieder fliegen kann, um sich Essensabfälle aus dem Wasser zu
fischen, die aus der Kombüse ins Meer geschüttet werden.
Gerade will sie sich auf einen solchen
„Brocken“ stürzen, da schießt der ebenfalls bekannte graue
Hai aus dem Wasser, um seinerseits die köstliche Möwe zu
schnappen. Doch ein Regen von Abfällen zwingt ihn vorzeitig
wieder abzutauchen, aber auch die Möwe gerät in diesen „Abfall
Niederschlag“. Während der Vogel, eingeschmiert mit den „Abfällen“,
auf die Wasseroberfläche klatscht, spielt sich weiter oben an
Deck der Yorktown ein merkwürdiges Drama ab. Dutzende Männer
stehen vornüber gebeugt an der Reling und kotzen sich die Seele
aus dem Leib.
Auf der Brücke des Trägers steht ein
verzweifelter Fletcher vor seinem 1. Offizier. „Was soll das heißen,
alle Piloten außer Gefecht? Die Japaner greifen Midway an und ich
kann keine Bomber losschicken, um die verdammten Japseträger auf
den Grund des Pazifik zu schicken?“
„Nicht alle sind außer Gefecht, Sir!“
„Was soll das nun schon wieder heißen?
Sind nun alle Borschtsch kotzen oder nicht?“
„Die Russen sind, äh, alle putzmunter!“
„Die Ru….? Holen Sie mir diesen Hinterhov
und diesen Gamblestrongcuster, oder wie der Idiot heißt, auf die
Brücke!“
Kurz darauf steht ein betretener General
Hinterhov mit Gamble vor dem Admiral.
„Bitte verzeihen Sie mir, Herr Admiral, es
ist mir unsäglich peinlich, dass die Mägen ihrer Männer der
russischen Feinkost nicht die erwartete Begeisterung…“ Doch
Fletcher unterbricht Hinterhov barsch: „Ersparen Sie mir ihr
Gewinsel. Setzen Sie Ihre Männer in meine Flugzeuge und sehen Sie
zu, dass ich mich bei ihrer Rückkehr nicht wieder aufregen
muss!“
Zehn Minuten später sitzen wir in den
Maschinen.
Sturzkampfbomber!
Kein gemütliches Bombardieren in seichtem
Sinkflug. Nein, stürzen! Mir wird übel bei dem Gedanken. Aber
wir haben keine Wahl.
Mix11 hat besonders Schwierigkeiten, sich in
der Maschine zurecht zu finden. Ich sehe ihn mit hochrotem Kopf
hektisch sämtliche Knöpfe ausprobieren, aber obwohl der Motor läuft
will die Maschine nicht losrollen. Da gibt es einen Ruck und das
Flugzeug springt nach vorne. Ich kann noch erkennen, wie Mixi
hintenüber auf den Gunnerplatz purzelt, während die Maschine mit
Vollgas ans Ende des Startdecks donnert. Gerade überlege ich
noch, wer denn die verdammte Maschine jetzt steuert, da erkenne
ich zwei Mädchenköpfe, die, eine mit panischem Blick nach vorne
und die andere fast abtauchend den Blick nach unten auf die
Steuerelemente, offensichtlich zu Mixis Tochter und ihrer Freundin
gehören…
Im Vorbeirauschen sehe ich Mixi Gamble
verlegen mit gebleckten Zähnen angrinsen, den Daumen nach oben
reckend. Dann hebt die Maschine ab und taucht hinter dem Ende des
Trägers weg. Fassungslos warten wir auf die Wasserfontäne, doch
dann taucht die Maschine mit eingefahrenem Fahrwerk und
eingezogenen Klappen wieder auf und rauscht in den Pazifikhimmel.
Keine fünfzehn Meter neben mir sehe ich Bibi
noch mal aus seiner Wildcat springen. Er kniet nieder und
traktiert Funken sprühend das Flugdeck mit seinem Klappspaten,
doch ein Loch der Schande kriegt er natürlich nicht hin.
Geistesgegenwärtig bringen die Tank-Gasten, das blanke Entsetzen
im Gesicht, einige Benzinkanister aus der Reichweite von Bibis
Wutanfall.
Irgendwann sind wir dann alle gestartet und
machen uns auf den Weg zu einem japanischen Trägerverband in
Maschinen, die uns völlig unbekannt sind, und die darüber hinaus
vermaledeite Sturzkampfbomber sind. Einige wie Bibi und Wolle
sitzen allerdings in Wildcats und übernehmen den Trägerschutz.
Bibi macht den Begleitschutz und fliegt leicht überhöht unseren
Dauntless hinterher.
Eine knappe Stunde später meldet Needle vor
uns den japanischen Trägerverband. Sofort schießt Adrenalin
durch meinen Körper. Links neben mir sehe ich Mix11s Maschine. Er
sitzt wieder selbst hinter dem Steuerknüppel, die beiden Mädchen
sitzen hinten und spielen mit dem MG herum. Leuchtend rote Punkte
an ihren Händen zeugen davon, dass sie während des langen
Anfluges die Zeit mit Nägel lackieren verbracht haben…
Dann bricht die Hölle los. Leuchtschnüre
verkünden das Erwachen der Schiffsflak und vor mir sehe ich
Needle und Gamble fast gleichzeitig abkippen und sich auf den Träger
stürzen. Sekunden später ziehe ich den Knüppel leicht an und drücke
ihn dann nach links. Es geht abwärts, in meinem Visier sehe ich
den Träger beängstigend schnell größer werden. Explosionen von
Needles und Gambles Bomben markieren die ersten Treffer auf dem
Flugdeck. Dann löse ich meine Bomben und ziehe am Knüppel. Doch
nichts passiert, außer das der Träger wahnsinnig schnell größer
wird. Doch dann verschwindet der Träger unter der Motorhaube,
nicht jedoch die Wasseroberfläche. Just in dem Moment, in dem mir
die Übersetzung des Wortes „Airbrake“ an dem kleinen Hebel
vor mir einfällt, schlage ich auf dem Pazifik auf. Kurz vor dem
Aufschlag sehe ich das weit aufgerissene Maul eines riesigen Hais
vor mir, dann bin ich auch schon unter Wasser. Neben mir sehe ich
den Hai abhauen, während sein Gebiss langsam wippend Richtung
Meeresboden schwebt.
Kurz bevor mich ein Flügeldepp mit sich reißt,
sehe ich noch, wie er dem Gehörnten seinen Dreizack aus der Klaue
tritt, dann sitze ich auch schon auf einer Wolke. Mit drohend
erhobenen Klappspaten donnert Bibi gefolgt von einer Zero an mir
vorbei. Seine ausgestoßenen Flüche lassen das Reflexvisier
beschlagen, während rechts und links von ihm Leuchtspurgeschosse
vorbeisurren. Ein Feuerball lässt kurz darauf nichts Gutes ahnen.
Auch Mix11 hat seine Bomben abgeworfen und während
eins der Mädchen ihren Mageninhalt wieder von der
Plexiglasscheibe abzuwischen versucht, ist das andere damit beschäftigt,
eine wild feuernde Zero zu beharken.
Auch Needles Heckschütze feuert wild auf die
gleiche Zero. Doch es hilft nichts, beide Dauntless schlagen auf
dem Meer auf und ich bin endlich nicht mehr allein auf der Wolke.
Langsam wird es jedoch eng und die beiden Mädchen streiten sich
lautstark darum, wer außen sitzen darf und Mix11 verdreht genervt
die Augen. Als der Flügeldepp dann auch den abgeschossenen
Japaner auf unsere kleine Wolke absetzen will, wird es Bibi zu
bunt und mit drohend erhobenem Klappspaten (keine Ahnung, wie er
das Ding bei jedem Abschuss retten kann) verjagt er beide wieder
von unserer Wolke. Nur als Strijder auf unserer Wolke abgesetzt
wird, rücken wir noch etwas enger zusammen. Am Horizont können
wir Gamble mit Vollgas Richtung Yorktown abhauen sehen.
Auf der Yorktown ist inzwischen auch der
Teufel los. Die japanischen Bomber haben ein neues Ziel. Nachdem
sie auf Midway genug Schaden angerichtet haben, soll jetzt der
amerikanische Trägerverband ausgelöscht werden.
Kurz vorher hatte Wolle noch in seiner
Wildcat patrouillierend mit geöffneter Haube in der Sonne gedöst,
als die Angriffsmeldung auf den Träger über Funk rein kam.
Sofort schmeißt er den Cocktail aus dem Flieger und rast auf die
angreifenden Vals zu.
Derweil stürzen Trantor und Zorro auf die
Yorktown. Zorro vermutet seinen Magen irgendwo im Heck der Val,
aber er stürzt unbeirrt weiter auf den Träger zu. Unten kann er
eine Schiffskanone erkennen, an der ein einzelner Mann
herumfummelt. „Schwachkopf!“ fährt es ihm durch den Kopf.
„Was will der Idiot mit einer Schiffskanone gegen ein Flugzeug
ausrichten?“ Dann erkennt er mitleidig grinsend, wie der
Kanonier einen einzelnen Schuss in seine Richtung abfeuert. Doch
sein Grinsen erstirbt in dem Moment, als das Projektil seinen
rechten Flügel mit sich reißt. Mit einem „Das gibt’s doch
nicht!“ verlässt er ziemlich hektisch seine trudelnde Maschine.
Weiter unten klopft Hinterhov Sprengstov
anerkennend auf die Schulter. „Gut gemacht! Sehr gut!“
Nicht weit entfernt ist Wolle endlich
eingetroffen und kurvt auf Trantor ein. Der wiederum sieht die
Wildcat immer näher kommen und reißt seinen japanischen Gunner
kurz entschlossen von seinem Sitz und schnappt sich selber das MG
und feuert wild auf Wolles Maschine.
Ich rutsche fast von meiner Wolke, als Wolle
plötzlich neben mir landet. „Pass doch auf, Mensch!“ entfährt
es mir. Doch Wolle starrt nur frustriert auf seine rechte Hand, in
der er den Verriegelungshebel seines Kabinendachs hält. „Na,
Wolle? Wenigstens hat es dich an der frischen Luft erwischt!“
frotzelt Needle, dann wenden wir uns wieder dem Geschehen rund um
die Yorktown zu, die wir grade noch rechtzeitig mit unserer Wolke
zum Feuerzauber erreicht haben. Nur Bibi holt noch mal kurz mit
seinem Klappspaten Richtung Wolle aus, dann schaut auch er wieder
nach unten.
Dort ist Trantor hastig wieder auf seinen
Pilotensitz gehechtet, nachdem er Wolle durch das offene
Kabinendach erwischt hat. Er packt den Steuerknüppel und als er
ihn gerade an seinen Bauch ziehen will, schlägt er im Pazifik
auf.
Wir winken kurz auf unsere Nachbarwolke, wo
schon 10tacle, GGun, Storm, Cougar und Klaus Platz genommen haben
und nun johlend die Ankunft Trantors auf ihrer Wolke feiern.
Dann sehen wir, wie Kimura auf Simeler
einkurvt und eine Garbe nach der anderen auf den tapferen
Schweizer jagt.
„Schieß doch, Mann, schieß doch endlich!
Gleich hat er ihn!“ Hinterhovs Stimme überschlägt sich fast,
doch Sprengstov bleibt völlig ruhig und kurbelt Kimuras Maschine
hinterher. Gerade als Hinterhov „Zu spät!“ stöhnt und
Simelers Maschine brennend abstürzt, feuert Sprengstov endlich
und Kimura rast getroffen ins Meer.
Wieder gibt es ein Willkommensjohlen auf
unserer Nachbarwolke und auch wir begrüßen Simeler auf unserer
neuen und größeren Wolke, die wir kurz vorher von einem Flügeldeppen
bekommen haben.
Dann hören wir einen merkwürdig
kreischenden Motor und unsere Blicke fahren auf die Yorktown, wo
Melisso stark ramponiert und ohne Querruder eine Landung versucht.
Fluchend bemerkt er, dass er gerade das letzte Fangseil verpasst
hat und klatscht Augenblicke später vor der Yorktown ins Meer.
„Da kommt Pigface rein!“ hören wir Bibi
schreien, während die Amerikaner versuchen, Melisso aus dem
Wasser zu fischen. „Oh nein, was macht der Idiot denn da?“
entfährt es Bibi und hebt drohend seinen Klappspaten.
Entsetzt sehen wir, wie Pigface die Flügel
anklappt, während er noch im Landeanflug ist. Ein kurzes Krachen
und Scheppern, dann sitzt auch Pigface auf unserer Wolke, und kann
froh sein, dass ihm Bibis Schläge mit dem Klappspaten nichts mehr
anhaben können.
Wir beobachten noch, wie Gamble irgendwann
landet, dann ist der Spuk vorbei.
Irgendwie hat sich auch die Möwe unterhalb
des Flugdecks der Yorktown auf einer Reling in Sicherheit bringen
können und hat völlig außer Atem dem Treiben um den Träger
herum zugeschaut. Erleichtert, den Feuerzauber ohne Schrammen überlebt
zu haben, atmet sie auf und schließt die Augen.
„Das war´s dann wohl.“ sinniert
Sprengstov an seiner Kanone, wendet sich ab und im Weggehen wirft
er die letzte Hülse über die Schulter nach hinten ins Meer. Als
er das Außenschott hinter sich schließt, hört er noch ein
dumpfes Geräusch, kann aber nicht sehen, wie die Möwe von seiner
Hülse getroffen in den Pazifik fällt.
Ein paar Tage später sind wir wieder an
unserem heimischen Feldflugplatz angekommen und sitzen Wodka
trinkend in Olgas Bar. Trotz unserer Verluste wurde die Schlacht
bei Midway von den Amerikanern gewonnen. Von den vier versenkten
Trägern geht zumindest einer auf unser Konto, auch wenn er erst
am nächsten Tag untergegangen war.
Die Flügeldeppen konnten unsere lautstarken
Prahlereien mit den Jungs von der Nachbarwolke einfach nicht mehr
ertragen und schickten uns kurzerhand wie schon so oft wieder nach
Hause, wo Gamble, Olga, Hinterhov und die anderen schon auf uns
warteten.
Plötzlich klingelt das Telefon auf Olgas
Bartresen und sie hebt mechanisch ab. „Hier Olga? Wie? Ah, hallo
Ätmiräll Nimzitzschki! Wie gehä? Gutt? Ah, Yorktown wieder schön
grau, nix mehr grün von Borschtschkotzä? Das nix lustig,
Ätmiräll,
ich nix lachä! Wie? Neuä Einsatz für Sächsundsibzigä auf
Rabaul? Moment, ich fragä!“
Olgas Blick geht in den Schankraum, doch was
sie sieht, lässt sie erstarren. Nur unsere halbvollen Gläser künden
davon, dass wir grade noch da gewesen sein müssen.
Grüß mir die Sonne
Splindy
76.
IAP gibt bekannt!
Folgende
Personen, werden mit dem
76.
IAP Verdienstabzeichen in Stufe Silber

ausgezeichnet:
Rb´s_MiRage,
ZF_Papila und 76.IAP Männis
Rb's
MiRage und ZF_Papila sind mittlerweile zu Eckpfeilern und nicht
mehr wegzudenkenden Stützen bei den Online-Events von 76.IAP und
Jagdgruppe_Ost geworden. Daher werden Sie mit dem
Verdienstabzeichen in Stufe Silber ausgezeichnet, denn Stufe
Bronze haben Sie schon inne.76.IAP
Männis hat sich seit seinem Beitritt in die Staffel 76.IAP
"arbeitsmäßig" sehr stark eingebracht, was Arbeiten am
Forum, der Prawda und generell die Staffel 76.IAP betrifft.
Herzlichen
Glückwunsch, Großartige Leistung, weiter so!!
Die Auszeichnungen an Piloten der großen Internetgemeinschaft die
keine Mitglieder des 76. IAP sind werden auf unserer Seite in eine
Liste eingetragen, die man hier finden kann:
Impressionen eines Bomberpiloten Während
des Einsatzes in Tobruk, gelangen der Crew von Knappe einzigartige
Bilder aus sicht ihres Bombers. Lasst euch von diesen
fantastischen Exemplaren der Fotografiekunst in die Welt der
Wüstenpiloten entführen! Danke an Knappe für die schönen
Bilder!
Klickt auf das Bild um die Fotos zu sehen
Zurück nach Tobruk

Diesmal
haben wir uns im staubigem Wüstensand duelliert, trotz vielen
Ausfällen bei den Jägern gelang es uns eine formidable Streitmacht
in die Luft zu schicken und diesmal sogar einen Sieg rauszuholen! 
zu
dem Report
Flight of Valkyries

Mit dem goldenen Kompass wurde bei diesem unser glorreicher
Staffelführer des neuen RAF Squadrons ausgezeichnet. Auch BTB erhält
nach seinem selbstlosem Einsatz den Verchromten SODHPW (Service-Order-Defense-High-Pression-Wecker).
Splindy und Jester führten trotz erhöhter Gefechtsbereitschaft
weiterhin Combat Trials mit ihren P38 durch. Man ist mittlerweile zum
Entschluss gekommen das die P38 sich auch sehr gut ohne Steuerflächen
Bedienen lässt. Obwohl Wolle diese Theorie nicht unterstützt und
weiterhin an dem Gesetzt der schweren Ruder festhält.

zu dem Report
Operation Jubilee

Mit einem Angriff auf die blauen Stellungen im
Westen wurde die Saison 2006 eröffnet. Bibi ließ es sich nicht
nehmen Trantor mit allen Mitteln vom Gummiboot aus zu bekämpfen.

zu dem Report
HEILIGE HALLE GEFUNDEN!
BTB: "Männis schieb! Der Audi spinnt
wieder....
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